SEO RATGBER

Mein Google Ranking Verbessern.

Was tun, wenn die eigenen Rankings bei Google keine Fortschritte machen? Unser Ratgeber befreit dich von Spam, verbessert Content & Ladegeschwindigkeit und läßt Rankings nach oben schnellen.

Die Verbesserung eigener Rankings bei Google führt zu mehr Traffic. Hier im Bild: ein steigender Graph bei Google Analytics

Suchmaschinen arbeiten so komplex wie nie zuvor. Die Zeiten, in denen es ausreichte, lediglich die Textinhalte einer Webseite nach einfachen Maßstäben zu optimieren, sind seit mehr als 12 Jahren vorbei. Das Verbessern von Rankings ist anno 2019 ein ganzheitlicher Prozess, der sich zeitlich über Jahre hinzieht und permanente Aufmerksamkeit erfordert.

Mit diesem Ratgeber beginnen wir daher ganzheitlich. Wir langweilen uns nicht mit Allgemeinplätzen zu On-Page Optimierung, sondern sehen uns drei Optimierungspotentiale an, die nicht nur einzelne Seiten, sondern die Seitenautorität als Ganzes verbessern. Die drei Bereiche sind (ohne Rangfolge):

  • Spamfreiheit als SEO Prinzip
  • Rich-Content als Content-Prinzip
  • Ladegeschwindigkeit der Webseite

Der Ratgeber führt in die drei Felder ein und zeigt man mit praktischen Tipps, wie man sie optimiert. Insbesondere im deutschsprachigen Google Index sind alle Felder auf einem sehr niedrigen Niveau optimiert – wenn sie überhaupt optimiert sind. Langfristig bringt eine fundierte Optimierung hier einen spürbaren Wettbewerbsvorteil. 

1. Die Low-Spam Diät

MEHR REDLICHKEIT WAGEN.

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Der Deutsche Google Index ist sehr eigentümlich. Zunächst einmal ist er für Google der drittgrößte Anzeigenmarkt (Google Ads) direkt nach den Vereinigten Staaten und Japan. Gemessen an Googles Einnahmen in hier im Lande müsste man annehmen, dass der Deutsche Index auf demselben Qualitätsniveau wie der Amerikanische liegen müsste. Ist dies der Fall?

Der deutsche Google Index hinkt hinterher


Antwort: Bei weitem nicht. Im Grunde ist gar das Gegenteil der Fall. Der deutschsprachige Google Index ist in Wirklichkeit so etwas wie ein Dritte Welt-Land der Suchmaschinenoptimierung. In keinem anderen entwickelten Land herrschen deart niedrige Qualitätsstandards wie in Deutschland. Bis heute halten sich hier “Optimierungsmethoden”, die im englischsprachigen Index fast gänzlich verschwunden sind. Woher stammen diese heftigen Unterschiede?

Deutschland ist auch 2019 ein Spam Paradies


Google unterteilt seinen Gesamtindex in länderspezifische Segmente. Der US Index ist hierbei der eigentliche Index. Sämtliche Innovationen und Algorithmus-Anpassungen werden hier getestet und hier zuerst eingeführt. So war zum Beispiel der Knowledge Graph, für den bis heute nicht einmal ein deutschsprachiger Wikipedia Artikel existiert, zuerst auf Englisch verfügbar und wurde erst sieben Monate später auf Deutsch eingeführt.

Auch wenn der englischsprachige Index, eben weil auf Englisch, von schlechtem Content aus Indien & Co überschwemmt wird, ist sein SEO Niveau unendlich höher als der deutsche. Drei Beispiele sollen genügen, um das niedrige Optimierungsniveau in Deutschland zu zeigen.

1.1. Spam in Deutschland, Teil 1:  BMW AG  vs  Google, Inc


Noch im Jahre 2006 spammte BMW deart dreist, dass der gesamte Webauftritt von BMW Deutschland aus dem Google Index gelöscht wurde. Die Strafe hielt freilich nur drei Tage an. Sie zeigt aber, dass selbst börsennotierte Unternehmen (oder die Firmen, mit denen Sie die Spam-Taktik abgesprochen haben) eine Optimierungsethik an den Tag legen, die der eines Casino Betreibers in nichts nachsteht.

Die von BMW erzeugte Doorwaypage vor der automatischen Weiterleitung: Bilderfrei & Keywordstuffing
Und dieselbe Seite nach der Weiterleitung. Aus den Google Qualitätsrichtlinien: "Versuchen Sie nicht, Ihre Nutzer zu täuschen, und bieten Sie Suchmaschinen keine Inhalte an, die Sie nicht auch für die Nutzer verwenden. Dies wird als 'Cloaking' bezeichnet." | Photos: Mattcutts.org

BMW log sich nach der Löschung noch ein wenig in Tasche. Ein Sprecher des Unternehmens gab an, dass lediglich “ein Bruchteil” aller Besucher die Webseite von BMW Deutschland über Google erreiche. Ein kurzer Blick auf Similarweb zeigt hingegen, dass fast 40% aller Besucher BMW.de über Google erreichen—ein Wert, der 2006 kaum geringer gewesen sein dürfte.

1.2. Spam in Deutschland, Teil 2:  Online Shop  vs  SEO Agentur


8 Jahre nach BMW hat sich in Sachen Qualitätsstandards in Deutschland wenig getan. Ein Urteil des Berliner Landgerichts vom 15. Januar 2014 bestätigt dies (AZ 22 O 186/13). In dem Verfahren stellte der Betreiber eines Online Shops die Zahlungen an seine SEO Agentur ein, da der gewünschte Erfolg sich nicht einstellte. Die SEO Agentur reichte Klage ein über die ausstehenden Zahlungen und gewann.
 

Spam ist beliebt bei Agenturen und deren Kunden

 
Was die Sache interessant macht, sind zwei Dinge, die aus dem Urteil des Landgerichts hervorgehen. Zum einen erkennt das Gericht darin für Recht, dass die Suchmaschinenoptimierung der Agentur dann “nachhaltig” gewesen wäre, wenn die Agentur “Satellitenseiten” eingesetzt hätte. Satellitenseiten sind die deutsche Bezeichnung für ein PBN (Private Blog Network), d.h. ein ganzes Netzwerk von Spamseiten, das nur zu dem Zweck besteht, eine bestimmte Webseite, die sogenannte “money site”, zu pushen.
 
Zum anderen waren sich Shopbetreiber und die Agentur darüber einig, das ein PBN benutzt werden sollte. Aller Wahrscheinlichkeit hat die Agentur also den Betreiber über die Risiken eines PBNs aufgeklärt. Abgehalten haben diese jedoch weder den Betreiber noch die Agentur.
 
Ein PBN zu betreiben scheint also in Deutschland Usus von SEO Agenturen zu sein. Ebenso scheint es immer noch relativ gefahrlos zu funktionieren, während man hierfür im englischsprachigen Index viel eher das erfährt, was einem PBN angemessen ist: die Löschung aus dem Index.

Kunde und Agentur vereinbaren Linkbuilding über "contentblogs"
Landgericht Berlin bewertet PBNs als "nachhaltig" | Photos: kmu-kanzlei.de

1.3. Spam in Deutschland, Teil 3:  Google  vs  Google


Während in den Vereinigten Staaten selbst unbedarfte SEO Agenturen nicht mehr auf die Idee kämen, so etwas wie Keywordstuffing zu probieren, machen dies in Deutschland selbst sogenannte “Google Premium Partner”. Hier findet sich klassisches Keywordstuffing auf der Webseite eines “Google Education Trainer” aus München (November, 2019):

2 Standorte und 45x Keywordspam: Obwohl von Google selbst als Spam angesprochen, hält sich Keywordstuffing im Stil von 2004 selbst heute noch auf deutschen Webseiten. Auch bei denen, die bei Google auf der Gehaltsliste stehen.

Warum toleriert Google derart viel Spam im deutschsprachigen Index?

Zu einem Teil ist Spam von Google wenn nicht gewollt, dann doch aber toleriert. Als profitorientiertes Unternehmen zählten für Google allein “glückliche Kunden”, d.h. die Befriedigung der Nutzerabsicht. Solange dies der Fall ist, werden bei einer Webseite, die die Absicht befriedigt, gleichzeitig aber Spam enthält, beide Augen zugedrückt. Dies ist keine Verschwörungstheorie, denn Google gibt diese – für ein deutsches Rechtsverständnis unverständliche Einstellung – offen zu.

Zum anderen folgt Google einer einfachen Notwendigkeit. Wenn das allgemeine Content-Niveau im deutschsprachigen Raum einen derart hohen Spam-Anteil hat, dann hat Google gar keine andere Wahl, als Spam zu tolerieren. Andernfalls gäbe es kaum Content, der in den Suchergebnissen präsentiert werden könnte. Und eine Rückmeldung wie “Keine Ergebnisse für Ihre Suche gefunden” wäre katastrophaler als mit Spam angereicherte Suchergebnisse.

Die Lösung: Den Spam der Anderen zum eigenen Vorteil machen

Das hohe Spam Niveau im Deutschsprachigen Raum ist nur ein relativer Nachteil. Vielmehr eröffnet es eine Optimierungslücke, von der man enorm profitieren können. Der Rat ist so einfach wie ergiebig: Der völlige Verzicht auf jeglichen Spam wird zu Deinem besonderen Wettbewerbsvorteil.

Eine solche Strategie vollzieht sich in drei Stufen, die aufeinander aufbauen:

  1. Zukünftige Entwicklung — Low-quality Backlinks sind eine aussterbende Spezies. Webseiten mit schlechten Backlinks werden abgestraft. Wann genau dies eintritt, ist nur eine Frage der Zeit. Hochwertige Links erhält man hingegen durch: 
  2. Eine echte Content Strategie — Rich-Content (s. unten) macht es vergleichsweise einfach, qualitativ hochwertige Backlinks zu erhalten. Schlechte Backlinks werden so überflüssig und bekommen besseren Ersatz. 
  3. Langzeitentwicklung — Rich-Content zusammen mit hochwertigen backlinks bei Spam-lastiger Konkurrenz ist eine unschlagbare Kombiantion. Während man zusehen kann, wie die Konkurrenz abgestraft wird, gräbt sich der eigene Index geradezu in die Suchergebnisse ein.

 

1.4. Tipps: Google Ranking verbessern durch absolute Spam-Freiheit
 
Die Kriterien für einen Wandel hin zu Spamfreiheit beziehen sich auf die zwei Optimierungsfelder überhaupt: Backlinks und Content. Nur hier kann man spammen. Nirgendswo anders findet sich mehr Spam. Es gilt jedoch, Spam vollständig abzuschwören, und zwar in zwei Schritten:

1. Backlinks:
 
  • Keinerlei “Kauf” von Backlinks.

    Links kaufen zu müssen ist der klarste Ausweis dafür, dass der zu vermarkende Content keinen Mehrwert liefert. Sich dann zu wundern, dass niemand darauf einen Link setzt, ist keine Rechtfertiging dafür, Links einzukaufen. Es steht vielmehr für fehlende unternehmerische Weitsicht. Guter Content trägt in sich ein Alleinstellungsmerkmal, das einer Vermarktung zuarbeitet und sie nicht behindert.*

*Hinweis: hier könnte man einwenden, dass kleinere und mittlere Online Shops – also Webseiten, die keine regulären Inhalte haben, sondern lediglich Produkte anbieten – unter diesen Voraussetzungen niemals Backlinks erhalten würden. Auch dies ist gerechtfertigt. Wovon lebt denn ein kleines Ladengeschäft in der realen Welt? Von Laufkundschaft und Werbung. Da es im Internet keine Laufkundschaft gibt, ist Suchmaschinenoptimierung im Grunde kein probates Mittel für Online Shops. Insgesamt gibt es für bloße Verkaufsseiten wenig Möglichkeiten zum Linkbuilding, die innerhalb der Regeln spielen. Ladengeschäfte sind insoweit mit klassischer Werbung viel besser beraten.

  • Kein Low-Quality Linkbuilding mehr.
    Links in PDF-Dateien einfügen? Oder in Slideshare.net-Präsentationen, in der vagen Hoffnung, dass dadurch etwas an Link Juice “rumkommt”? Schluss damit. Als Goldene Regel kann man festhalten: Jeder Backlink, für den es kein Telefongespräch gegeben hat oder für den keine Email Korrespondenz stattgefunden hat, ist in Bezug auf nachhaltige Optimierung (EN) wertlos.
2. Content:
  •  Keinerlei Thin-Content mehr.
    Thin content (“dünner Content”) ist das Gegenteil von Rich-Content. Es meint leblosen, unsubstantiierten Content, der dem Leser (Zuschauer, Hörer, Suscriber) keinen echten Mehrwert liefert. Paradebeispiel für Thin-Content sind die von Agenturen geschriebenen 300-Wort Beiträge auf Firmenblogs. 
     
    Ein Paradebeispiel für Rich-Content wäre, neben Wikipedia (s.u.), der Artikel, den Sie gerade lesen. Thin-content steht, auch wenn in redlicher Absicht veröffentlicht, immer an der Grenze zu Spam – in Zukunft ist er Spam noch viel näher als heute. Dies bedeutet in Bezug auf absehbare Updates des Google Algorithmus (oder manuelle Abstrafen) ein nicht zu unterschätzendes Risiko. 
  • Rich-Content statt Thin-Content.
    Wann immer es passend ist, wird Rich-Content auf ein passendes Keyword gelegt. Ein “passendes” Keyword für Rich-Content ist ein solches, das ein Informationsinteresse hat (“informational intent”). Es würde zum Beispiele wenig Sinn machen, eine Suche nach “Adidas Superstar 2 kaufen” mit einem detaillierten Artikel zur Firmengeschichte von Adidas zu beantworten. 

    Warum? Weil hinter dieser Suchanfrage ein Kaufinteresse steht, kein Informationsinteresse. Hier sollte man eben das Suchinteresse beachten und ein Kaufangebot liefern. Sobald aber ein Informationsintersse vorliegt, ist Rich-Content unschlagbar. Sowohl in den Augen der Nutzer als auch aus der Sicht des Google Algorithmus. 

    Ebenso würde es wenig Sinn machen, mit Rich-Content für einen Markennamen oder eine Person des öffentlichen Lebens zu optimieren (“navigational intent”). Wer so in den Genuss eines enormen Besucherstroms kommen will, greift ins Leere, da der Besucherstrom eben auf der Suche nach den “offiziellen” Social Media Profilen und Webseiten der Marke oder des Prominenten ist. “Alternativangebote” werden durch die folglich geringe Klickrate, ein starker Rankingfaktor für Google, gnadenlos ausgesiebt. Die Aussichten, eine etablierte Marke mit Rich-Content auszustechen sind gleich Null.
     
    Was Rich-Content ist und wie man ihn erstellt ist, ist Inhalt des nachfolgenden Kapitels

2. Rich-Content Gewinnt.

REICHHALTIG RANKT BESSER.

Content ist king. Aber rich-content ist Kaiser. Worin bestehen die Unterschiede? Was macht normalen content zu dem reichhaltigem rich-content, den Google so mag? Und warum verbessert rich-content das Ranking einer Webseite?

2.1. Jede Nutzerabsicht Braucht “ihren” Content

Das einzige, was Google interessiert, ist die Erfüllung der Nutzerabsicht (“User Intent”). Nur wenn User die Inhalte geliefert bekommen, die ihre Fragen beantworten, bleibt die “Marke” Google stark. Werden falsche Inahlte geliedert, stürzt die Marke ab und Bing & Co gewinnen Marktanteile. Wie beantwortet man also die Nutzerabsicht, die hinter einer Suchanfrage steht?

Als Beispiel gefragt, wie beantwortet man eine Suchanfrage nach “Uhrzeit”? Einfache Antwort: mit der Angabe der (korrekten) Uhrzeit. Der Wortumfang der Antwort liegt hier theoretisch bei nur wenigen Worten.

Was macht man aber mit komplexeren Suchanfragen wie “Google ranking verbessern” oder solchen wie “Photosynthese”? Diese Suchanfragen lassen sich gar nicht in wenigen Worten beantworten. Und ohne Schaubilder, Listen und weiterführende Links im Grunde auch nicht. Und genau damit wären wir beim Thema.

2.2. Was Genau ist Rich-Content?


Rich-content meint Seiteninhalte, die angereichert sind durch:

  • Autoritative Textinhalte (geringe Tiefe bei “Uhrzeit; viel Tiefe bei “Photosynthese”)
  • Überschriften (H1 bis H4, in dieser Reihenfolge)
  • Aufzählungen (in Wortfolge, mit Kommata)
  • Bulletin-Listen (wie diese Liste hier)
  • Seiteninterne Navigation (Inhaltsverzeichnis mittels Textmarken)
  • In-text Links (interne als auch externe)
  • Bilder und Fotos (themenrelevant und in hoher Qualität)
  • Bildunterschriften (die dem Leser einen Mehrwert liefern)
  • Alternative Bildtexte (alt-tags)
  • Eingebettete Videos (themenrelevant)
  • Ansprechendes Design (schnelle Seitenladezeit ist selbstverständlich)
  • Strukturierte Daten (Schema markup)

Wann ist ein Text “autoritativ”? Autoritativ meint, dass der Text aus einer souveränen Geisteshaltung heraus verfasst wurde. Soll heißen, von jemandem, “der sich damit auskennt”. Er ist keine Aneinanderreihung schlecht recherchierter Textbausteine. Autoritativ bedeutet auch, dass ein Text ein breites semantisches Netz aufmacht. So sieht Google einen Text zum Thema Photosynthese nicht als autoritativ an, wenn darin semantisch verwandte Begriffe wie: LichtPalisadenparenchym, Zellatmung, Chlorophyll, Sauerstoff, Kohlenstoffdioxid etc. nicht vorkommen. Warum?

Der Grund ist einfach: mit hoher Wahrscheinlichkeit enthalten die meisten Artikel, die sich bei Google für ein hohes Ranking zum Keyword “Photosynthese” bewerben, eben jene semantisch verwandten Begriffe. Google fragt sich dann mit Recht: Wie kann ein Text, der diese Begriffe nicht enthält, die Nutzerabsicht gut beantworten? 

Er kann es aller Wahrscheinlichkeit nach nicht. Als logische Konsequenz — und mit dem Panda Update, das thin-content Webseiten abstraft, dann ganz offiziell — rankt rich-content immer besser als thin-content. Thin content ist heute im Grunde als Spam anzusehen und kann starke negative Konsequenzen mit sich bringen.

Was wäre eigentlich ein Paradebeispiel für einen autoritativen Text im Rahmen einer rich-content Webseite? Richtig: der durchschnittliche Wikipedia-Artikel. Dieser erfüllt eine große Anzahl der Listenpunkte und ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit immer rich-content.

Ist auch ohne rich-snippet und schema markup einwandfreier Rich-Content: Der Deutsche Wikipedia Artikel zum Thema "Photosynthese".

Rich-Content hebt das Gesamtniveau einer Webseite

Rich-Content ist nicht nur eine Voraussetzung, um überhaupt ein hohes Ranking bei Google zu erzielen. Durch die Erfüllung der Kriterien aus der Stichpunkt-Liste (oben) wirkt rich-content auch auf andere Rankingfaktoren positiv ein:

  • Ansprechendes Design sorgt für eine geringere Bounce-rate
  • Videos und hochwertige Bilder verringern ebenfalls die Bounce-rate und sorgen für eine enorme Sitzungslänge (Videospieldauer)
  • Eine starke interne Linkstruktur erhöht die Sitzungslänge und verringert zugleich die Bounce-rate
  • “Wer hat, dem wird gegeben”: Durch rich-content gewonnener Traffic bringt Google dazu, einer Seite mehr Vertrauen zu schenken. Wird nun noch mehr rich-content aufgebaut, gibt es einen geradezu exponentiellen Trafficzuwachs.

Die Wortzahl eines Artikels ist irrelevant

Ein häufiges Missverständnis in Bezug auf rich-content ist die Wortzahl. Unabhängig von den unzähligen online-Artikeln zum Thema beginnt Rich-Content nicht erst ab einer Wortzahl von 1100 Wörtern.

Im Gegenteil, es ist nicht eine hohe Wortzahl, die per se zu einem hohen Ranking führt. Es ist umgekehrt ein autoritativer Text, der automatisch eine hohe Wortzahl mit sich bringt. Anders gesagt: wenn die bloße Wortzahl ausschlaggebend wäre, dann könnten wir alle damit beginnen, Lexikonartikel zu schreiben. Die durchschnittliche Wortzahl von online-Artikeln würde dann einen neuen, höheren Wert einnehmen, und zwar solange bis das Spiel von vorn beginnt. 

Kurzum, es ist die Nutzerabsicht, die erfüllt werden muss. Allein dadurch wird ein hohes Ranking erreicht.

2.3 Google Ranking durch Rich-Content verbessern

Was Sie kurzfristig können:

  • Manuelle Überarbeitung Ihres gesamten Contents im Sinne der obigen Liste.

Was Sie langfristig können:

  • Neue Content-Erstellung ausschließlich auf Grundlage der obigen Liste.

3. Geschwindigkeit ist alles.

PAGE SPEED VERBESSERN.

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Ein “offizieller” Rankingfaktor ist die Ladegeschwindigkeit einer Webseite erst seit kurzer Zeit. Am 17. Januar 2018 gab Google offiziell bekannt, dass mit dem Page Speed Update jetzt auch die Geschwindigkeit einer Webseite ihr Ranking mitbestimmt.

Inoffiziell war die Ladegeschwindigkeit schon immer präsent. In der Anfangszeit des Internet wurden Webseiten, die ewig für den Seitenaufbau brauchten, einfach geschlossen. Dasselbe passiert heute auf mobilen Endgeräten, da hier die Internetgeschwindigkeit oft schwankt: jeder Tab, der die magische Grenze von 3 Sekunden für einen ersten Seitenaufbau übersteigt, wird gnadenlos geschlossen. Zweite Chancen gibt es keine, weder von den Usern und seit Januar 2018 auch nicht mehr von Google.

4G und 5G sind in Deutschland Mangelware


Das Page Speed Update war auch deshalb besonders wichtig, weil heute bereits die Mehrheit des gesamten Internets (58%) über mobile Endgeräte abgerufen wird.

Hierbei gilt für Deutschland eine wichtige Besonderheit: Trotz aller Innovationen ist Deutschland nicht in Bezug auf Suchmaschinenoptimierung ein Entwicklungsland, sondern auch in Bezug auf Hochgeschwindigkeitsinternet bei Mobilfunkverträgen. Während Kunden in Finnland, den Niederlanden oder Dänemark für 25€ unbegrenztes 4G/5G Internet erhalten, zahlen Deutsche Kunden für durchschnittlich 29.99€ lediglich 30 GB an Transfervolumen. Danach geht es dann mit extrem reduzierter Geschwindigkeit weiter, was eine richtige Nutzung des Internet unmöglich macht.

Was passiert nun mit Webseiten, die (1) langsam laden und in Deutschland mit hoher Wahrscheinlichkeit auf einen (2) mobilen User treffen, der (3) eben gerade kein Highspeed Internet mehr zur Verfügung hat? Richtig, die Seite wird geschlossen und einer schnelleren der Vorzug gegeben. Die Seitenladegschwindigkeit ist insoweit gerade für die Deutsche Zielgruppe einer Webseite viel wichtiger als in anderen EU Länder oder in Nordamerika.

3.2. Warum eine hohe Ladeschwindigkeit überlebenswichtig ist

Die Ladegeschwindigkeit Ihrer Webseite verbessern Sie bereits bevor Sie diese aufbauen, d.h. mit der richtigen Wahl Ihres Webspace. 

Webspace vermittelt zwischen a) Ihren Inhalten und b) dem Augenpaar, das auf den Browser starrt. Er ist neben der Internetgeschwindigkeit des Users das zweite Einfallstor für eine miserable User Experience. Da Sie auf die Internetgeschwindigkeit des Users naturgemäß keinen Einfluss haben, müssen Sie alles daran legen, zumindest an Ihrem Ende optimiert dazustehen. Nur so kommen Sie überhaupt in den Genuss, ihr Angebot einem potentiellen Kunden präsentieren zu können. Denn durch:

  1. sinkende Aufmerksamkeitsspannen
  2. eine notorisch geringe Internetgeschwindigkeit auf mobilen Endgeräten 
  3. einen Smartphone-Anteil von 52,12% am gesamten Internetverkehr 

wäre eine langsam ladende Webseite fatal, da heutige Benutzer mit den Füßen abstimmen: jede Webseite, die auf einem Smartphone mehr als drei Sekunden braucht, um geladen zu werden, einfach geschlossen. Die Chancen auf eine Konversion, Verkauf, Lead ist damit bei Null. Zweite Chancen gibt es keine.

Technische Grundlagen hoher Ladegeschwindigkeit 


Auch wenn es heute günstige Angebote im Überfluss gibt, wäre es fatal am Webspace zu sparen. Nicht nur, dass 

Dies sind die Grundvoraussetzungen für eine schnelle Webseite.

3.2. Der Serverstandort: Wichtiges Kriterium für Ladegeschwindigkeit

Auf den Serverstandort muss ich noch etwas eingehen: trotz einem weltweiten Glasfaserkabelnetz ist der bloße räumliche Abstand zwischen Nutzer und Server immer noch ein Flaschenhals in Sachen schneller Datenübertragung. 

Auch heute noch bearbeitet ein ein Server in Berlin einen Seitenabruf aus Berlin viel schneller als ein vergleichbarer Server in den USA. Für eine Webseite, die eine nicht-deutsche oder nicht europäische Zielgruppe hat, macht es durchaus Sinn, webspace oder einen Server in der geographischen Mitte beider Gebiete zu besorgen. Für Deutschland-USA wären dies etwa Norwegen oder Island.

Für die Webseite selbst sollten Sie darauf achten, dass jede Animation potenziell die Ladegeschwindigkeit Ihrer Webseite negativ beeinträchtigt. Zwar gibt es heute kaum noch Megabyte-große Flash Animationen. Trotzdem führen animierte Funktionen zu aufgeblähten CSS- und Javascript-Dateien. Diese werden dann standardmäßig zu Beginn des Seitenabrufs geladen. Als Konsequenz hängt sich die Seite sekundenlang auf, bevor eine erste Zeichnung (“first paint”) stattfindet — die Nutzer stimmen dann mit den Füßen ab und Sie machen keinen Umsatz.

Für einen ersten Überblick, wo ihre Webseite in Sachen Geschwindigkeit momentan steht, finden Sie hier die tonangebenden Anbieter:

3.3. Google Ranking durch schnelle Ladezeiten verbessern

Hier finden Sie die wichtigsten konkreten Maßnahmen, mit denen Sie Ihre Seitenladegeschwindigkeit verbessern.

Was Sie kurzfristig tun können (WordPress):

  • Löschung sämtlicher Plugins (WordPress), Extensions und Erweiterungen, die nicht absolut notwendig sind.
  • Verzicht auf JavaScript oder zusätzliches CSS, wann immer möglich
  • Nutzung eines Caching Plugins wie W3 Total Cache (kostenlos) oder WP Rocket ($39 pro Jahr)
  • Nutzung eines Content-Delivery-Networks (CDN). Dies meint nicht das Gratisangebot von Cloudflare. Bunny CDN ist vergleichsweise effektiv.

Was Sie langfristig tun können:

  • Umzug zu einem auf WordPress spezialisierten Webhost. Hier ist kein dezidierter Server notwendig, da die Anbieter Ladegeschwindigkeit als Verkaufsargument nutzen und “wissen, was sie tun”. Preislich ist dies durchaus erschwinglich, Angebote beginnen bei $10 pro Monat ohne Domainhosting. Am Ende gilt jedoch immer: you get what you pay for. Beispiele für empfehlenswerte Anbieter sind etwa  Cloudways oder Siteground.

Fazit.

Bessere Rankings durch spamverzicht.

Nach den Algorithmus Updates Panda (2011), Pengiun (2012) und Hummingbird (2013) scheint Google als erste Suchmaschine im deutsch-englischsprachigen Raum ein bißchen bei sich selbst angekommen zu sein. Denn drei Updates zielten allesamt darauf ab, schlechten Content abzuwerten (Panda), unnatürliche Backlinkprofile abzustrafen (Penguin) sowie eine Beantwortung der Nutzerabsicht zu würdigen (Hummingbird). Somit ist zumindest ein bisschen gewährleistet, dass das Gröbste an schlechtem Content heute eher draußen vor der Tür bleibt.

Spamfreies SEO ist kein wirklicher “Fortschritt”

  
Dies ist jedoch kein wirklicher Fortschritt. Vielmehr ist es eine Annäherung an die Wirklichkeit, die seit Jahren überfällig gewesen ist. Was wäre denn ein treffender Vergleich von Webspam mit schlecht optimiertem Content aus dem “richtigen Leben”? 

Was hier in den Sinn kommt, sind vielleicht die Anzeigen in den Gelben Seiten, die dadurch an die erste Stelle kommen wollen, dass sie Ihrem Firmennamen ein “AAAAAA” voransetzen. Haben Sie jemals von so einem Unternehmen Waren oder Dienstleistungen gekauft? Genau, wir auch nicht. Dass jede Suchmaschine das Bestreben hat, gänzlich spamfrei zu werden, ist daher nur verständlich. Das normale Leben ist es ja auch.

Trotz allem finden sich im Google Index nach wie vor Unmengen an schlechtem Content. Wie in den Kapiteln gezeigt, nimmt hierbei der deutschsprachige Google Index eine ungebührliche Vorreiterrolle ein. Genau dieses Hinterherhinken lässt sich aber nutzen: nehmen Sie im Gegenzug einfach eine Vorreiterrolle in Sachen Spamfreiheit ein. So können Sie in Ruhe abwarten, wie Google über die Jahre die Konkurrenz dezimiert. Und am Ende bleibt nur eine kleine, spamfreie Minderheit bestehen. 

Warum sollten Sie nicht dazugehören?

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